Die ersten österreichischen Babyboomer (geboren zwischen 1945 bis 1960) starten in ihre letzten Arbeitsjahre. Österreichweit ist ein Übergang dieser Generation in den Ruhestand bereits seit Jahren im Gange. Zu diesem sowie weiteren Finanzthemen hat Swiss Life Select bei ihren rund 290 Finanzberatern die aktuelle Stimmung ihrer Kunden nach Ablauf des ersten Quartals erhoben.

Pensionssystem und Politik bereiten die größten Sorgen
Der neue Finanzbarometer zeigt, dass deutlich mehr als zwei Drittel der befragten Berater (85 Prozent) angeben, dass sich ihre Kunden derzeit am meisten über das Pensionssystem sorgen. Gleich danach folgt mit rund 70 Prozent eine eher negative oder negative Einstellung zur politischen Entwicklung in Österreich.

Etwas mehr als die Hälfte der eigenen Kunden ist nach Einschätzung der Financial Planner vom österreichischen Marktführer unter den Finanzberatern zum Gesundheitssystem eher negativ eingestellt. Demgegenüber wird der persönliche Lebensstandard mit über 41 Prozent als optimistisch bewertet und auch insgesamt als neutral beziehungsweise kaum negativ beurteilt. Immerhin rund ein Viertel der Befragten meint, Kunden stuften die wirtschaftliche Entwicklung derzeit als optimistisch ein.

Steigende Inflation hat noch kaum Auswirkungen auf das Finanzverhalten
Erstmals wurden die Finanzberater nach der steigenden Inflation als Einflussfaktor auf das Finanzverhalten der Kunden gefragt. Nur rund 13 Prozent geben an, dass diese bereits großen Einfluss habe. Nach wie vor ist das Niedrigzinsumfeld das beherrschende Thema bei der Auswahl von Finanz- und Vorsorgeprodukten (rund 49 % der Antworten), aber auch die unruhigen weltpolitischen und -wirtschaftlichen Zeiten (Brexit, Terrorismusgefahr) haben mit über 30 Prozent einen signifikanten Einfluss auf das Finanzverhalten der Bevölkerung.

Initiativen zur Schaffung von Wohnungseigentum begrüßenswert
Demgemäß sind der Trend sowie der Beratungsbedarf der Kunden nach dem ersten Quartal nach Einschätzung der Swiss-Life-Select-Experten mit rund 37 Prozent bei der Absicherung von Risiken am höchsten. Über ein Viertel sucht aktiv nach Investmentlösungen, rund ein Fünftel befasst sich mit Vorsorgelösungen, knapp gefolgt von Fragen zum langfristigen Vermögensaufbau.

"Hier sehen wir auch deutlich, dass der Erwerb von Eigentum oder Investitionen in die eigene Immobilie auf Grund der niedrigen Kreditzinsen nach wie vor sehr gefragt ist. Passend dazu suchen die Kunden nach wie vor stark die Unterstützung bei Finanzierungslösungen mit fixer Verzinsung. Daher begrüßen wir auch politisch motivierte Initiativen, die die Schaffung von Wohnungseigentum fördern oder generell die Stimmung gegenüber Eigentum verbessern", sagt Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select. (mb)