Nach dem jüngsten Kurssturz an den Aktienmärkten sollten Anleger unbedingt Ruhe bewahren und am besten erst einmal nichts unternehmen, empfiehlt der Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz. "So lange die Zinsen absolut niedrig bleiben und die Konjunktur gut läuft, gibt es keinen Grund, Aktien nicht mehr zu mögen", sagt Georg Graf von Wallwitz, Geschäftsführer von Eyb & Wallwitz und Manager der Phaidros-Fonds. Der Markt werde über kurz oder lang wieder zu den Fundamentaldaten zurückfinden.

Zudem ist es grundsätzlich eine gute Idee, sich an die höhere Volatilität zu gewöhnen. Im Jahr 2017 gab es am US-Aktienmarkt nicht einen einzigen täglichen Kursausschlag von mehr als zwei Prozent, im Jahr 2011 war dies an immerhin 21 Handelstagen der Fall. "Die Wahrheit ist, dass Rückschläge in der Höhe von zehn Prozent zu jedem einigermaßen normalen Aktienjahr gehören. Die jüngere Vergangenheit mag uns besser im Gedächtnis haften, aber wir sollten sie nicht für eine historische Norm halten", sagt von Wallwitz.

Unternehmen stehen auf soliden Füßen
In der Hitze des Kurssturzes sollten Anleger sich vergegenwärtigen, dass die in den großen Aktienindizes gelisteten Unternehmen auf soliden Füßen stehen, sagt der Vermögensverwalter: "Firmen wie Apple, BASF, Henkel oder SAP haben nach wie vor ein funktionierendes Geschäftsmodell und ein Produkt, welches sich großer Nachfrage erfreut. Wer solche Aktien hat, weiß auch, dass er sich mittelfristig wenig Sorgen machen muss." Schließlich seien die mittlere und die lange Frist die einzig sinnvollen Zeiträume, in denen Anleger denken sollten. (fp)