Steuererleichterungen für Unternehmen, die US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt hat, könnten den Aufschwung des US-Aktienmarktes weiter stützen. Das erwarten Analysten einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zufolge. Demnach resultierten die jüngsten Kursgewinne von US-Aktien weniger aus der Nachfrage von Anlegern. "Unter dem Strich wurde die aktuelle Hausse vor allem von Unternehmen getrieben, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen", zitiert die "FAZ" den Marktstrategen Ed Yardeni von Yardeni Research.

Yardeni stützt seine Analyse auf Daten der US-amerikanischen Notenbank, die für das vergangene Jahr einen Nettorückgang der Aktienemissionen außerhalb des Finanzsektors um rund 566 Milliarden US-Dollar meldete. "Aktienrückkäufe sowie Fusionen und Übernahmen gleichen den Effekt von Börsengängen und Aktienemissionen im Sekundärmarkt mehr als aus", so Yardeni. Diese Trends führten zur Reduzierung der im Umlauf befindlichen Aktien an den US-Börsen. Diese schleichende Verknappung der Aktien führt fundamental betrachtet zu steigenden Gewinnen je Aktie, was bewertungstechnisch in der Regel die Kurse beflügelt. 

Trump befeuert Rückkäufe
Analysten rechnen für dieses Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Rückkäufe. Dazu dürfte auch die Politik von US-Präsident Donald Trump beitragen: Trump will US-amerikanischen Unternehmen die Rückführung der im Ausland liegenden Vermögen erleichtern. Er will für die Repatriierung der im Ausland angefallenen Gewinne den bislang geltenden Steuersatz auf 10 Prozent senken. Analysten der Investmentbank Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Aktienrückkäufe in diesem Jahr auf 780 Milliarden US-Dollar steigen werden. (fp)