Wer ein Girokonto eröffnen möchte, hat in Österreich eine große Bandbreite zur Verfügung. Das Spektrum geht von 238,80 Euro jährlich für ein Superior Konto der gediegenen Schelhammer & Schattera-Bank bis zu null Euro bei den Onlinebanken Dadat, Easybank oder ING Diba und Hello Bank. Das zeigt der AK Preismonitor, für den 47 neue Girokonten bei 21 Banken unter die Lupe genommen wurden.

Sparfüchse sollten aber überlegen, auf welche Leistungen sie bei kostenlosen Angeboten verzichten: "Die hochpreisigen Kontomodelle enthalten im Schnitt deutlich mehr Leistungen als die günstigeren Girokonten – beispielsweise mehrere Bankomatkarten oder eine Kreditkarte mit umfassendem Versicherungsschutz", heißt es bei der AK. Im Durchschnitt sind knapp 105 Euro jährlich zu zahlen, ohne im Minus zu sein.

Wer ins Minus rutscht, zahlt derzeit Verzugszinsen von rund 10,25 Prozent. Die Bandbreite ist aber auch hier groß: Sie liegt zwischen 5,375 und 13,5 Prozent.

Einlagen – Fünf Banken zahlen nichts auf einzelne Produkte
Auf der anderen Seite verdeutlicht die Erhebung die landläufig bekannte Weisheit, dass man für Einlagen auf dem Konto nichts mehr bekommt. Die Guthabenzinsen auf einem neuen Gehaltskonto betragen zwischen null und 0,125 Prozent. Der ernüchternde Durchschnitt liegt bei 0,01 Prozent – da ist die Kapitalertragssteuer noch nicht abgezogen, heißt es in der AK-Erhebung. Zinserträge auf Girokonten gibt es in Österreich also faktisch nicht mehr.

Fünf Banken zahlen explizit bei einzelnen Produkten überhaupt keine Zinsen mehr auf die Einlagen. Hello Bank auf dem Girokonto+, ING Diba auf dem Girokonto, Unicredit Bank Austria auf den Konten Basis-/Online- und Relax-/PerfectFit, BVT auf BTV-Kompakt/BTV–Dynamik und Schelhammer & Schattera für Einlagen am Basis/Superior-Konto. (eml)