Die Konjunkturbelebung geht weiter, meldet der Fondsanbieter Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM): "Die Zeichen weisen darauf hin, dass die Fundamentaldaten sich allmählich den Erwartungen der Investoren anpassen", sagt Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei EdRAM. Die Märkte konzentrierten sich aktuell darauf, ob der neue US-Präsident Donald Trump seine Versprechen tatsächlich einlöst. Gleichzeitig nehme das globale Wachstum an Fahrt auf und Analysten erhöhten gerade ihre Gewinnschätzungen für die wichtigsten Börsen der Welt.

Angesichts dieser Gemengelage behält der Fondsanbieter seine Übergewichtung bei Aktien aus der Eurozone sowie bei Titeln aus den Bereichen US-Value und dem US-Gesundheitssektor bei. Im Anleihesegment hat das Asset-Allocation-Team seine Bewertungen gegenüber Investment- Grade-Papieren und europäischen Staatsanleihen gesenkt, auch wenn man nicht glaubt, dass die Zinsen signifikant ansteigen werden: "Wir sind überzeugt, dass die Europäische Zentralbank ihre akkommodierende Politik noch weiterführen wird. Aber im reflationären Umfeld dieser Tage könnten die Märkte beginnen, über ein Ende der quantitativen Lockerungen in 2018 zu spekulieren", erklärt Melman.

Warnung vor Trumps Protektionismus
Allerdings seien die möglichen protektionistischen Folgen einer neuen US-Politik ernst zu nehmen, warnt Melman: "Wenn Protektionismus tatsächlich auf die Agenda kommt, wird Washington unserer Meinung nach zunächst die sogenannte Grenzausgleichsabgabe in Angriff nehmen. Das wäre ein Programm, was sich sehr positiv hinsichtlich einer weiteren Aufwertung des US-Dollar auswirken könnte." (fp)