Die Finanzbranche leidet unter den niedrigen Zinsen – das schlägt sich auch in den Zahlen zum Arbeitsmarkt nieder: Banken und Versicherer haben im ersten Quartal des Jahres 12.000 Stellen gestrichen – das entspricht einem Prozent aller Jobs der Branche, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Die Geldhäuser versuchen mit allen Mitteln, die geschäftlichen Folgen des Niedrigzinsumfelds über radikale Kostensenkungen abzufedern. 

Insgesamt lief es im ersten Quartal jedoch richtig rund am deutschen Arbeitsmarkt: Aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts geht hervor, dass es in Deutschland zu Beginn des Jahres so viele Beschäftigte gegeben hat wie noch nie zuvor in einem ersten Quartal. Zwischen Januar und März hatten 43,7 Millionen Menschen einen Job. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg vor allem dank Impulsen von den Dienstleistern binnen Jahresfrist um 638.000 oder 1,5 Prozent.

Traditioneller Rückgang bleibt aus
Zu Jahresbeginn gibt es normalerweise stets einen Rückgang am Jobmarkt – wegen des Winters und weniger Beschäftigung in Außenberufen. Dank der milden Temperaturen fiel das Minus im ersten Quartal 2017 jedoch geringer aus als in anderen Jahren.

Bei öffentlichen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit gab es die stärksten Zuwächse mit 226.000 Neueinstellungen, gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit einem Plus von 165.000 Erwerbstätigen sowie dem Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 128.000 neuen Jobs. Indes sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger um 0,6 Prozent auf 4,28 Millionen. (fp)