Wer aufgrund seiner täglichen Arbeit in der Wirtschaft oder im Finanzsektor ständig die Inflation im Auge behalten soll, weiß: Schnell mal einen verständlichen Tiefblick in die Teuerung zu bekommen, ist nicht leicht. Ämter wie Eurostat liefern zwar eine Fülle von Datenreihen, sobald man aber die Herkunft der Inflation wissen will oder einen Vergleich zwischen mehreren Volkswirtschaften anstellen möchte, muss man sich auf zeitintensive Recherchen einstellen. FONDS professionell ist ein neues Tool aufgefallen, das diesbezüglich einen echten Mehrwert schafft.

Sebastian Koch, Inflationsexperte vom österreichischen Institut für Höhere Studien (IHS), hat mit ­einem Experten der Technischen Universität Wien kürzlich das myinflationtool.com freigeschalten.

Von Restaurantpreisen in Norwegen bis Inflationsdifferential
Auf einen Klick liefert die Anwendung individuelle Grafiken: wie sich die Inflation in den einzelnen oder allen Ländern Europas seit 2009 entwickelt hat oder welche Länder bereits klar am EZB-Ziel von rund zwei Prozent angekommen sind. Das Tool lässt bis in die Subaggregate hinein­blicken: Bei Interesse könnte man die Restaurantteuerung von Estland, Norwegen und der Schweiz vergleichen. Profis können sich sogar das Inflationsdifferenzial zwischen den Ländern visualisieren lassen.

Das Tool ist zwar auch über die Homepage des IHS abrufbar, wurde aber in Eigenregie erstellt und finanziert, wie Koch erklärt– geboren aus der Not, dass er selbst genug hatte von Datenwüsten, die keinen Überblick bieten. Das Tool könnte noch ausgebaut werden, wenn Investoren gefunden ­werden, so Koch. (eml)


Den vollständigen Text finden Sie in der aktuellen Heftausgabe 01/2018 von FONDS professionell.