Der im zweiten Halbjahr 2016 begonnenen Hausse bei Substanzaktien ist die Luft ausgegangen. In Erwartung zahlreicher Reformen in den USA, die Präsident Donald Trump angekündigt hatte, erhielten niedrig bewertete Aktien überdurchschnittlich viel Rückenwind. "Nachdem deutlich wurde, dass durch den Trump-Wahlsieg ausgelöste 'Reflation Rally‘ nicht durch erkennbare politische Maßnahmen untermauert wird, haben sich die Erwartungen verschoben“, kommentiert Fondsmanager Neil Robson, Portfoliomanager für globale Aktienstrategien bei Columbia Threadneedle, die jüngste Trendwende.

 

Nach der Wahl von US-Präsident Trump und einem zyklischen Anstieg des Zinsdrucks hatten Columbia Threadneedle zufolge noch im vierten Quartal 2016 Growth- und Quality-Aktien nachgegeben. Gleichzeitig hatten Value-Aktien haussiert. "Die Aktien, die zunächst als potenzielle Gewinner der Politik des neu gewählten US-Präsidenten betrachtet wurden, legten überdurchschnittlich stark zu, da der Markt Trumps Fähigkeit, seine Vorhaben umzusetzen, einzupreisen schien“, erläutert Robson das Ende des kurzlebigen Favoritenwechsels. Alles, was von einer potenziellen Deregulierung und höheren Infrastrukturausgaben profitieren sollte – zum Beispiel Finanz-, Energie- und Grundstoffunternehmen – war heiß begehrt. Dann ging Value-Aktien jedoch die Luft aus und Qualitätsaktien feierten ihr Comeback.

Qualität setzt sich langfristig immer durch
Auf lange Sicht würden laut Robson Qualitätsaktien eine überlegene Performance gegenüber anderen Aktienkörben wie Growth oder Value ausweisen. "Im Zuge der Anpassung an das neue, durch langfristige Stagnation geprägte Umfeld ist der Wert von Unternehmen mit Preissetzungsmacht und der Fähigkeit, Wachstum zu generieren, sehr viel deutlicher geworden“, erklärt Robson abschließend. (aa)