Umfrage: Keine eindeutigen Kriterien für nachhaltiges Immobilieninvestment
Nachhaltigkeit bei Immobilieninvestments werden für Anleger immer wichtiger. Leider gibt es aber derzeit noch keine allgemeingültigen Kriterien für die Beurteilung der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Zwar kristallisiert sich in Europa ein Set an Kennzahlen heraus, mit dem die Unternehmen ihre Gebäudebestände auf ökologische Nachhaltigkeitsaspekte hin überprüfen. Eindeutige Beurteilungskriterien für nachhaltige Gebäude meinen jedoch gerade einmal 20 Prozent der europäischen Immobilienprofis in ihren jeweiligen Ländern vorzufinden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Folgestudie von Union Investment, für die 167 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien repräsentativ befragt wurden.
Energieverbrauch wichtigste Nachhaltigkeitskriterium
Auffällig so die Autoren der Studie sei, dass gegenüber der letztjährigen Umfrage der signifikant niedrige Wert von 20 Prozent noch einmal fünf Prozentpunkte gefallen ist. Stark verändert hat sich auch das Ranking der wichtigsten Kennzahlen, die Investoren für die Bewertung der Nachhaltigkeit ihres Gebäudebestandes heranziehen. Hinter dem Primärenergieverbrauch, den 83 Prozent der Umfrageteilnehmer als „besonders wichtige Kennzahl“ einschätzen, folgt auf Platz zwei die Erfassung der Lebenszykluskosten. Dieser Kennzahl messen 67 Prozent der Investoren (Vorjahr 58 Prozent) eine besonders hohe Bedeutung bei. Insbesondere unter den deutschen Immobilieninvestoren (80Prozent Zustimmung) hat sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer aktiven Steuerung und Optimierung der Lebenszykluskosten im letzten Jahr offensichtlich stark entwickelt. In Großbritannien und Frankreich werden die Kennzahl „Lebenszykluskosten“ mit 64 beziehungsweise 46 Prozent Zustimmung noch deutlich geringer taxiert. Wenig Veränderung zeigt sich darin, wie die Immobilienunternehmen die genannten Kennzahlen abbilden. 74 Prozent der befragten Immobilienunternehmen erheben die Kennzahlen objektbezogen, 32 Prozent bilden die Kennzahlen nutzungsbezogen ab. Nur in wenigen Fällen liegen umfassende Kennzahlen vollständiger Portfolien vor: Portfoliobezogen werden die Kennzahlen lediglich von 25 Prozent der Investoren abgebildet.
Institutionelle Anleger sind Vorreiter bei "grünen" Immobilieninvestments
Davon unbeeinflusst bleibt der hohe Stellenwert, den nachhaltige Immobilieninvestments in Europa generell einnehmen. 60 Prozent der befragten Investoren kündigen an, zukünftig deutlich mehr in nachhaltige Immobilien investieren zu wollen; getragen wird dieser Wert insbesondere von institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen, die in der Umfrage überproportional starke Investments ankündigen. Die Modernisierung der Immobilienbestände unter nachhaltigen Aspekten hat dabei in etwas den gleichen Stellenwert eingenommen wie die Neuentwicklung von Green Buildings.
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nicht einmal zehn Prozent der Befragten können davon berichten, dass Banken für nachhaltige Immobilien Sonderkonditionen bei der Kreditvergabe gewähren. (jb)
Quelle:FONDS professionellFonds & KAGs
- 24.05. | 2012
- Pictet AM lanciert neuen Schwellenländer-Fonds
- Renaissance AM erweitert Portfolio für deutschsprachigen Markt
- 23.05. | 2012
- Ad-Vanemics: Trendfolgesystem senkt Aktienquote auf Null
- 22.05. | 2012
- Auch CS Euroreal wird abgewickelt
- OECD warnt vor schwerer Rezession in Euro-Zone
- Sparinvest: Value-Strategie erhöht Aktienerträge in Emerging Markets
- 21.05. | 2012
- Toscafund: Griechen werden sich für Euro entscheiden
- Maschmeyer investiert in chinesische E-Commerce-Plattform
- Man Group übernimmt Hedgefonds-Spezialist FRM
- Superfund: Sicav-Fonds ab Juni wieder täglich handelbar
- Top Vermögen: Aktien-Volltreffer "Made in Germany"
- 18.05. | 2012
- Generali Investment: Neuer Fonds investiert in Schwellenländer
- FONDS professionell KLUB: And the winner is...
- Swisscanto: Nachhaltige Rentenfonds rücken ins Blickfeld der Anleger
- Morningstar: Fidelity-Fonds nach Managerwechsel unter Beobachtung
- Facebook & Co. zum Trotz – Buffet kauft 63 Zeitungen
- 16.05. | 2012
- Briten und Bulgaren geben auf – Basel III ist auf Schiene
- Monega: Schwierige Rentenmärkte erfordern flexible und aktiv gesteuerte Fonds
- firstfive: Vermögensverwalter werden für Südeuropa skeptischer
- Henderson gründet Joint Venture mit italienischem Asset Manager


Kommentar verfassen