15.02. | 2012

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Anleger setzen Kopfgeld auf Hedgefondsmanager aus

Er ist ein Beispiel für einen ehemals gefeierten Highflyer, der sich schließlich als Betrüger entpuppte: Der Hedgefondsmanager Florian Homm, der Anleger, die über seine Firma Absolute Management Capital (AMC) investierten, um rund 200 Millionen Dollar betrogen haben soll und sich bereits seit viereinhalb Jahren auf der Flucht befindet.

Jetzt ist eine Gruppe von geprellten Anleger in die Offensive gegangen und hat den Privat-Ermittler Josef Resch engagiert, der den Flüchtigen ausfindig machen soll. Um ihre Chancen auf Hinweise zu erhöhen, haben die Investoren zudem ein Kopfgeld in Höhe von 1,1 Millionen Euro auf den Flüchtigen ausgesetzt, wie 'Capital' berichtet. Das Geld soll an jene ausbezahlt werden, die Hinweise liefern, die am Ende konkret zu Homm führen.

Die Gruppe um Resch ist allerdings nicht die einzige, die auf der Suche nach Homm ist. Auch in den USA wird er von Ermittlern gejagt. Im Februar letzten Jahres hatte die US-Wertpapieraufsicht SEC eine Klage gegen den Finanzjongleur eingereicht, in der sie ihn der Kursmanipulation und des Wertpapierbetrugs bezichtigte. Durch seine Flucht hat sich Homm dem Zugriff der Ermittler bisher entziehen können.

Resch befindet sich damit in einer Art Wettlauf mit den US-Ermittlern. Sind sie schneller, drohen Homm im Falle einer Verurteilung viele Jahre Haft, geprellte Anleger hätten dann kaum eine Chance, doch noch einen Teil der verlorenen Gelder zurück zu bekommen.

Der Ermittler will nun den flüchtigen Vermögensverwalter festsetzen und vor die Wahl stellen: entweder das veruntreute Geld rauszurücken oder an die US-Behörden ausgeliefert zu werden – "Er hat die freie Wahl", erklärte Resch gegenüber 'Capital'.

Bis zu drei Milliarden US-Dollar Fondsvolumen
In der Spitze verwalteten die ACM-Hedgefonds mehr als drei Milliarden US-Dollar. Im September 2007 verließ Homm – der als Großaktionär von Borussia Dortmund auch außerhalb der Finanzbranche bekannt wurde – seine Firma AMC und ging auf Tauchstation. Zuvor hatten Homm und zwei Verbündete Jahre lang Aktienkurse gepusht, um Homms Hedgefonds zu einer guten Performance zu verhelfen. In der Praxis geschah dies, indem über den US-Broker Hunter World Markets kleine Unternehmen an die Börse gebracht und die Aktien dann zu überteuerten Preisen an den Hedgefonds verkauft wurden. (ir)

Quelle:FONDS professionell

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