Volksbanken: Haftungsverbund steht vor Einigung
Um die verlustreiche wie eigenkapitalschwache Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) zu stabilisieren haben heute im Grundsatz die 62 „kleinen Volksbanken“ einen gemeinsamen Liquiditäts- und Haftungsverbund beschlossen, der noch der Zustimmung der Generalversammlungen der einzelnen Volksbanken bedarf.
Mit dem Haftungsverbund soll die ÖVAG zum durchgriffsstarken Spitzeninstitut werden. In den nächsten Wochen sind dabei noch zahlreiche formale Schritte fällig. Gerald Wenzel, Chef der ÖVAG, geht davon aus, dass die neuen Garantie- und Kapitalkonsolidierungsvereinbarungen zur Jahresmitte greifen können, berichtet die „Presse“.
Dem Vernehmen nach hat die Finanzmarktaufsicht im Sektor Druck gemacht, die vorgeschlagene Lösung zu akzeptieren. Denn bis zuletzt sträubten sich vor allem Tiroler und Südösterreicher gegen die Durchgriffsrechte, die der Verbundbank ÖVAG im Gegenzug zur Eigenkapitaladdition eingeräumt werden.
Indes hat die russische Sberbank den Kauf der Volksbank International (VBI), Ostbankentochter der ÖVAG abgeschlossen und am Mittwoch die letzten Verträge unterzeichnet. Als endgültiger Kaufpreis wurden 505 Millionen Euro festgeschrieben. Das ist um 80 Millionen Euro weniger als im Herbst vereinbart. Die bisherigen Eigentümer haben sich mittels eines Pauschalbetrages von 80 Millionen Euro an potenziellen Risiken beteiligt, die in erster Linie aus den Problemen in Ungarn resultieren. (cs)
Quelle:FONDS professionellBanken & Versicherungen
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