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Lloyds: 13 Manager müssen Boni zurückzahlen
Ausbezahlte Boni sind einem nicht immer sicher – diese Erfahrung machen gerade 13 Manager der britischen Bankengruppe Lloyds, wie Nachrichtenagenturen berichten. Sie wurden dazu aufgefordert, Boni in Millionenhöhe zurückzuzahlen. Grund hierfür ist, dass die im Zuge der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank im letzten Jahr massive Verluste eingefahren hat, die zu einem wesentlichen Teil aus fragwürdigen Versicherungsgeschäften resultierten, die bereits Jahre zuvor abgeschlossen worden waren – und zwar von jenen Managern, die jetzt Boni zurückgeben sollen.
Diese seien rückblickend nämlich ungerechtfertigt gewesen, da sich die getätigten Geschäfte erst zeitverzögert negativ auswirkten und zukünftige Bilanzen belasteten – weswegen das Bild, respektive die Prämienzahlung im Nachhinein korrigiert werden müsse, so der Argumentationsstrang der Bankengruppe Lloyds. Insgesamt fordert sie Boni in Höhe von rund zwei Millionen britische Pfund zurück.
Stein des Anstoßes ist der Umgang mit Kreditausfallversicherungen, die Kreditnehmern nach Darstellung von Konsumentenschützern aufgedrängt worden waren, obwohl sie meist unnötig gewesen wären und im Ernstfall offenbar auch nicht gezahlt hätten – was Lloyds jetzt wiederum hohe Strafen und Entschädigungen erwarten lässt. Um diese abfedern zu können, hatte die Bank bereits Rückstellungen in Höhe von 3,2 Millionen Pfund gebildet, wobei die genaue Summe am Freitag bekannt werden könnte, wenn Lloyds den Jahresbericht vorlegt.
Unter den 13 Managern, die einen Teil ihrer Boni zurückgeben sollen, befindet sich der ehemalige Geschäftsführer Eric Daniels. Er soll über reduzierte Auszahlungen aus Nachzugsaktien insgesamt 580.000 Pfund zurückzahlen, was 40 Prozent seiner Bonuszahlung von 2010 entspricht. Bei vier weiteren Managern fordert die Bank jeweils 25 Prozent ihrer Boni zurück, bei den restlichen acht jeweils zehn Prozent. (ir)
Quelle:FONDS professionellBanken & Versicherungen
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