"bsurance" heißt das neueste Start-up, an dem sich die Uniqa beteiligt hat. Das Insurtech aus Österreich ist auf "B2B2C"-Modelle spezialisiert, also Modelle, bei denen ein Partner den Endkunden Versicherungsprodukte anbietet. Das sind vor allem Unternehmen mit einer großen Kundenbasis: Handelsunternehmen, Energieversorger, Elektronikhändler, Mobilitätsanbieter oder auch Telekomunternehmen, um nur einige der möglichen Kooperationspartner zu nennen.

Die Versicherung ist dabei nicht nur an bsurance beteiligt, sondern auch Risikoträger und entwickelt gemeinsam mit dem Start-up passende Produkte für die Plattform von bsurance. Die Versicherung wird sich in zwei Tranchen mit insgesamt 500.000 Euro in Form eines Pre-Seed-Investments an bsurance beteiligen.

Expansion in Zentral- und Osteuropa geplant
"Uniqa hat B2B2C-Geschäftsmodelle heute schon erfolgreich in Verwendung", verweist Andreas Nemeth, Head of Uniqa Ventures, auf umfangreiche Erfahrungen im Vertrieb über Partner. "So haben wir etwa seit Jahren eine Brillenversicherung, die über einen großen Optiker den Kunden angeboten wird. Auch Reiseversicherungen über Kreditkarten fallen in diesen Bereich. Mit bsurance haben wir nun ein erfahrenes Team mit überzeugender Geschäftsidee und Umsetzungskompetenz gefunden, das über Know-how im B2B2C-Vertrieb sowie in der Digitalisierung von Geschäftsmodellen verfügt", so Nemeth. Geplant ist, das Modell über Österreich hinaus auch in Zentral- und Osteuropa anzubieten.

Fünf Start-ups im Portfolio
Die österreichische Versicherung investiert seit 2016 in Start-ups aus den Bereichen Smart Home, Mobility, Health und Finance. Aktuell umfasst das Uniqa-Start-up-Portfolio neben "Twisto", einem tschechischen Anbieter für Online-Zahlungsmöglichkeiten auch "Finabro", einen digitalen Berater für privates Sparen und langfristige Veranlagungen, "fragnebenan.at", eine Nachbarschaftsplattform, sowie "Fincompare", die führende deutsche Plattform im Bereich Finanzierungslösungen für mittelständische Unternehmen. Außerdem gab es bereits einen erfolgreichen Exit: Die Beteiligung an Inzmo, einem estnischen Insurtech, wurde im November 2017 mit Gewinn an einen strategischen Investor verkauft. (gp)