"Der Sozialstaat ist nicht überholt, aber überholungsbedürftig", sagte Bernd Marin kürzlich in einem Interview. Österreich setze sich beim Pensionssystem keine messbaren Ziele, so Marin gegenüber dem "Kurier" – die Verantwortlichen würden bei diesem wichtigen Zukunftsthema wie in einem Operettenstaat agieren.

Marin, Leiter des Europäischen Bureau für Politikberatung und Sozialforschung Wien, spart nicht mit drastischen Worten. Die Zahlen geben Anlass dazu: Österreicher geben laut Marin für Lebensversicherungen nur etwa ein Drittel der Prämien aus, die die Bürger in Schweden, Dänemark oder Großbritannien investieren. Die private Vorsorge mache nur zwei bis fünf Prozent der staatlichen Lebenspensionssumme aus.

Auch bei der Betrieblichen müsse etwas geändert werden. Während in der EU die Mehrheit der Arbeitnehmer Anspruch auf Firmenpensionen hat, sind es in Österreich nur gut vier Prozent. Auf dem FONDS professionell KONGRESS am 7. und 8. März in Wien wird Marin in seiner bekannt pointierten und überzeugenden Art über die aktuellen Verhältnisse und Erfordernisse sprechen.

Marin war langjähriger Leiter Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, das mit den Vereinten Nationen verbunden ist. 2015 wurde er Rektor der US-amerikanischen Webster Vienna Private University. 2017 gründete er das Europäische Bureau für Politikberatung und Sozialforschung. 


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