Die Fondsbranche blickt auf ein gutes Jahr zurück: Mit der Beschleunigung der Konjunktur stieg die Bereitschaft, in Fonds zu investieren. Laut der aktuellen Auswertung der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) ist das gesamte in Fonds veranlagte Vermögen um 8,3 Milliarden Euro beziehungsweise fünf Prozent auf 175,4 Milliarden Euro gestiegen. Damit wurde eine neue Rekordmarke erklommen.

Die durchwegs positive Stimmung an den Kapitalmärkten legte den Grundstein für diese Entwicklung. "Trotz politischer Spannungen blicken wir auf ein erfolgreiches Börsenjahr 2017 zurück. Die Märkte waren uns positiv gewogen. Die Anleger haben die Chancen in den risikoreicheren Anlageklassen erkannt und das positive Marktumfeld für Investitionen in Fonds genutzt. Investment ist und bleibt etwas Rationales, unser Erfolg auch eine Konsequenz davon", so Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste Asset Management und Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG).

Erste-Sparinvest bleibt größter Fondsanbieter
Besonders profitieren konnte die Erste-Sparinvest, die größte Tochter der Erste Asset Management. Zum fünften Mal in Folge belegte die Gesellschaft im vergangenen Jahr den ersten Platz unter den österreichischen Fondsgesellschaften.

Das Fondsvolumen der Erste-Sparinvest stieg auf 34 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 7,9 Prozent oder 2,5 Milliarden Euro entspricht. Zusammen mit der Erste Asset Management (Erste AM), in der auch die Volumina der ehemaligen Ringturm KAG enthalten sind und der früheren Tirolinvest (jetzt Erste Sparinvest), kletterte das gesamte verwaltete Fondsvermögen der Erste AM in Österreich auf 39,6 Milliarden Euro. "Im Jahr 2017 hat das von uns verwaltete Fondsvermögen in Österreich um rund 2,8 Milliarden Euro zugelegt. Mit diesem Wachstum von 7,7 Prozent lagen wir über dem Wachstum des gesamten Fondsmarktes", zieht Bednar Bilanz. 

Nachhaltigen Fonds legen auf über fünf Milliarden Euro zu
Etwas mehr als ein Drittel (34,5 Prozent) des bei der Erste AM veranlagten Fondskapitals wird von Privatanlegern direkt gehalten, 65,5 Prozent werden für institutionelle Anleger gemanagt. Bei der Aufteilung nach Anlageklassen liegen Rentenfonds mit 73 Prozent in Führung, dahinter finden sich Aktienfonds mit 20,3 Prozent und Mischfonds beziehungsweise Spezialfonds mit  6,7 Prozent.

Im Detail zeigt sich, dass ethisch-nachhaltige Investments an Bedeutung zulegen. Der Anteil an nachhaltigen Aktienfonds lag per Jahresultimo etwa bereits bei 20,3 Prozent. So erklärt Bednar: "2011 lag das Volumen für nachhaltige Fonds noch bei 2,4 Milliarden Euro. Die Gelder haben sich mehr als verdoppelt und zeigen wie dynamisch sich dieses Thema bei privaten und institutionellen Anlegern entwickelt". (gp)