Der größte Vermögensverwalter der Welt eifert Warren Buffett nach: Blackrock erweitert sein Geschäftsmodell und plant einen Beteiligungsfonds, der sich an den Investmentmaximen der lebenden Börsenlegende orientiert, melden mehrere Medien. Demnach soll der geplante Fonds Investments für jeweils mindestens zehn Jahre eingehen – ähnlich wie Berkshire Hathaway, das Vehikel des US-Starinvestors Buffett. Als erstes hatte das "Wall Street Journal" über das Vorhaben berichtet. 

Blackrock sei in Gesprächen mit institutionellen Investoren mit dem Ziel, mehr als zehn Milliarden US-Dollar fü den Fondsneuling einzutreiben. Der von Larry Fink geführte Vermögensverwalter ist bekannt als Investor, der durch aktiv wie passiv verwalteten Fonds kleine Anteile an großen, börsennotierten Konzernen hält. Sechs Billionen US-Dollar an Kundengeldern verwaltet der Finanzkonzern auf diese Art. Jetzt plant Unternehmenschef Fink offenbar den Vorstoß in bisher unbekannte Geschäftsfelder. 

Fink zielt auf Mehrheitsbeteiligungen
Anders als Buffetts Investmentgesellschaft zielt Blackrock mit dem neuen Fonds aber wohl auf Minderheitsbeteiligungen, will pro Investment 500 Millionen bis zwei Milliarden US-Dollar ausgeben. "Damit würde Blackrock ausgerechnet seiner früheren Mutter Blackstone Konkurrenz machen" schreibt "Cash.ch". Blackrock wurde 1988 als Sparte des Private-Equity-Hauses gegründet. (fp)